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06.08.2019
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Warum Monokulturen der Umwelt schaden

Im heutigen Beitrag möchten wir Dir etwas mehr über sogenannte Monokulturen berichten und aufzeigen, warum die Umwelt mehr Anbau in Mischkulturen benötigt. Viele Obst- und Gemüsesorten sowie Tee & Kaffee werden im Ausland in Monokulturen angebaut und schaden somit zusätzlich zu den langen Transportwegen der Umwelt. Welche Produkte im Einzelnen betroffen sind und welche Alternativen es gibt erfährst Du hier.

Monokulturen

Bei Monokulturen baut man über mehrere Jahre, auf der gleichen Fläche, ausschließlich eine Pflanzenart an. Dadurch wird das ökologische Gleichgewicht gestört, soviel schon einmal vorneweg. Wieso gibt es diese Anbauform dann noch und wo liegen die Vorteile für die Landwirtschaft?

Vorteile

Die Antwort ist so einfach wie traurig. Wirtschaftliche Vorteile machen Monokulturen für viele Landwirte attraktiv. Durch die maximale Auslastung spezieller (landwirtschaftlicher) Maschinen, die Konzentration von Know How auf einem bestimmten Spezialgebiet, weniger Aufwand in puncto Organisation und durch das produktivere Einsetzen von Mitarbeitern werden Kosten gespart und Prozesse effizienter. In den letzten Jahren wurden aus wirtschaftlichen Gründen beispielsweise Große Anbauflächen mit Monokulturen aus Mais und Raps bepflanzt, um Biogas Anlagen zu beliefern.

Nachteile

Monokulturen sind zwar effizient zu bewirtschaften, aber alles andere als nachhaltig:

  • Einseitige Nutzung von Nährstoffen im Boden
  • Schädigung des Bodens und Grundwassers durch verstärkten Einsatz von Düngemitteln.
  • Vermehrter Einsatz von Pestiziden und Herbiziden aufgrund höherer Anfälligkeit
  • Viele Tiere finden auf den einseitig bepflanzten Feldern keine Nahrung.
  • Der Lebensraum und die Nahrungsvielfalt von Bienen werden stark eingeschränkt.


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Mischkultur

Die unterschiedlichen Pflanzen einer Mischkultur entziehen dem Ackerland verschiedene Nährstoffe und geben wiederum andere Substanzen an den Boden ab. Durch die verschiedenen Bedürfnisse der einzelnen Pflanzen ergibt sich somit ein gesundes Miteinander. Zusätzlich zur Schonung des Bodens wird durch Mischkulturen Insektenbefall vorgebeugt, Geschmäcker intensiviert und Erträge maximiert.

Beispiel Bio-Kaffee

Nett-to-know

Die Erträge der einzelnen Pflanzen sind höher als bei Monokulturen, allerdings wird für die Kultivierung das Ackerland nicht so effizient genutzt.

Im Unterschied zu konventionellem Kaffee wird Bio Kaffee in Mischkulturen angebaut. Auf den Plantagen werden somit nicht nur die Kaffeebäume gepflanzt, sondern noch weitere Produkte wie beispielsweise Kakao. Dadurch bekommt die Kaffeepflanze mehr Schatten und einen gesünderen Nährboden. Der Anbau in Mischkulturen ist auch für die Biodiversität von Nutzen, da Flora und Fauna besser gedeihen und somit weniger Arten sterben.

Bio Plantagen in Mischkultur sorgen für ein balanciertes Ökosystem und schützen die Vielfalt von Pflanzen und Tier. Die Kaffeebeeren werden meist handgepflückt, da größere Landwirtschaftsmaschinen keinen Platz auf den Plantagen haben. Beim Bio-Kaffee setzt man auf Qualität statt Masse. Somit wird kein Regenwald abgeholzt und es kommt nicht zu weniger Niederschlagsmengen, was den Boden des Landes zusätzlich unterstützt.

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von Simon Schäfer
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