Superfoods – gesunde Kraftpakete aus der Region


Am heutigen Tag der gesunden Ernährung möchten wir mit euch über ein besonders leckeres Thema sprechen: Superfoods. Im wahrsten Sinne in aller Munde, kommen die meisten der beliebten Lebensmittel vom anderen Ende der Welt. Wirklich nachhaltig ist das nicht. Wir zeigen euch heute regionale Alternativen zu Chia, Maca und Co., die es in sich haben und erklären euch, warum das Avocado-Toast für Mensch und Umwelt alles andere als ein Leckerbissen ist.

Superfoods. Eine klare Definition dafür gibt es nicht. Als »Superfoods« werden Lebensmittel bezeichnet, die einen überdurchschnittlichen hohen Wert an Vitaminen und Mineralien aufweisen und zudem in hohem Maße ein Lieferant für sogenannte Antioxidantien sind. Diese können freie Radikale, die durch Stress, Luftverschmutzung oder andere Umwelteinflüsse im Körper freigesetzt werden, eliminieren. 

Die Kehrseite der Medaille? – Lange Transportwege und intensiver Wasserverbrauch

In den letzten Jahren haben Superfoods die ganze Welt erobert. Avocado-Toast, Chia-Pudding, Acai-Smoothie, Goji-Beeren oder ein Maca-Shake. Diese Lebensmittel werden in anderen klimatischen Zonen kultiviert und müssen aus Südamerika, Indien oder China aufwendig importiert werden. Geschweige denn, die Menge an Wasser und Boden, die gebraucht werden, um besagte Lebensmittel in die ganze Welt zu bringen. Zudem werden Obst und Gemüse aus fernen Ländern oft vor dem eigentlichen Reifegrad geerntet, damit sie dann reif und »frisch« bei uns ankommen. 

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Gibt es keine Alternative? Aber sicher – unsere heimischen Super-Lebensmittel können es mit den internationalen Superfoods locker aufnehmen. Zudem hinterlassen die super Leckereien aus der Region einen viel kleineren, ökologischen Fußabdruck, sie stärken die regionale Landwirtschaft und sind meist, durch die kurzen Transportwege, viel frischer und nährstoffreicher als die um die halbe Welt gereisten Exoten.

Wir haben 5 superleckere, heimische Alternativen zu konventionellen Superfoods für euch zusammengestellt:


Leinsamen statt Chiasamen

Chiasamen kommen aus Südamerika und wurden bereits von den Maya und den alten Azteken kultiviert. Sie enthalten wertvolle Omega-3-Fettsäuren, Proteine, Eisen und Vitamine. Gleiche Eigenschaften besitzen auch ungeschrotete Leinsamen. Sie sind also ein super, regionaler Ersatz. Außerdem bietet das heimische Superfood mehr Kalium und Vitamin E als Chiasamen. 

Hirse statt Quinoa

In den Anden Zuhause, hat Quinoa mit über 5.000 Jahren als Nutzpflanze ein beachtliches Alter auf dem Kerbholz. Allerdings hat es erneut eine sehr lange Anreise, bis es Zuhause auf unseren Tellern landet. Vergleichbar ist die in Eurasien beheimatete Hirse. Hirse ist beispielsweise gehaltvoller an Zink und Eisen als das Superfood aus den Anden. Außerdem ist die heimische Alternative glutenfrei und besitzt denselben Vitamin E-Gehalt wie Quinoa. 

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Blaubeeren statt Acai

Die getrockneten oder zu Pulver verarbeiteten Acai-Beeren stammen aus dem Regenwald und sind besonders beliebt aufgrund des enthaltenen »Anthocyan«, ein sekundärer Pflanzenstoff, der die besagten freien Radikale binden kann. Dieser Stoff verleiht der Acai-Beere ihre dunkle Farbe. Regionale Beeren wie die Heidelbeere sind vergleichbare, regionale Alternativen. Zudem sind sie ebenso reich an Proteinen, Calcium und Vitaminen.

Schwarze Johannisbeere statt Goji

Kalorienärmer, regionaler und genauso voll mit guten Nährstoffen: Die schwarze Johannisbeere kann alles, was die Goji-Beere aus China auch kann. Zumal die getrockneten Früchte aus Fernost leider oftmals eine hohe Pestizidbelastung aufweisen. Allerdings haben wir für Euch in Deutschland angebaute Goji-Beeren von Mentzingen, in demeter Qualität!

Nüsse & Co. statt Avocado

Zugegeben – im 1 zu 1 gibt es kein heimisches Superfood, was das beliebte Gemüse mit dem Kern in der Mitte schlagen kann. Zeitgleich ist die in den USA und Europa unfassbar beliebte Avocado eine der größten landwirtschaftlichen Umweltsünden unserer Zeit. Ein Avocadobaum verbraucht alleine so viel Wasser wie rund 20 Pinien und die aus dem Boden gestampften Avocado-Farmen in Mexiko und Kolumbien verwandeln einst dschungelartige Wälder in karge Wüstenlandschaften. Vielen kleinen Bauern in den Anbauländern wird Wasser gestohlen und sie können ihre landwirtschaftliche Tätigkeit nicht mehr ausführen. Für viele der Wegbruch ihrer Existenz! Deswegen: Leinöl, Nüsse und auch Oliven sind tolle, regionale Lebensmittel, um die Super-Nährstoffpower an gesättigten Fettsäuren und Mineralstoffen auszugleichen.

Auch Brombeeren, Brokkoli oder Feldsalat sind ebenfalls großartige Superfoods, die ihresgleichen suchen und im Handumdrehen auf dem Wochenmarkt oder über Pielers im eigenen Weidenkörbchen landen. Hier kauft ihr nicht nur super frische Nährstoffe, sondern auch im Vertrauen, dass ihr Menschen aus der Region unterstützt, die wertschätzend mit der Erde umgehen. 

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