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30.09.2020
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Regrowing: Gib Deinem Gemüse ein zweites Leben

Ein neuer Trend erobert die Fensterbänke der Republik. Durch „Regrowing“ schenkst Du Deinen Gemüseresten einen neuen Sinn und hast immer (öfter) frische Kochzutaten parat. Neben dem Effekt, dass das Nachziehen von Gemüseresten auf der heimischen Fensterbank einfach Spaß macht, sensibilisiert es uns für ein wichtiges Thema: Stop Food Waste!

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Eine Mahlzeit aus Gemüseabfällen kochen

Ein kleiner Wermutstropfen vorweg: Kann Dein neues Hobby Dich zum Selbstversorger in Sachen Obst- und Gemüseanbau machen? Wahrscheinlich nicht. Trotzdem kannst Du mit etwas Arbeit und Muße alle paar Wochen einen „Homegrow“-Salat genießen.

Der Salat besteht aus Zutaten, die sonst auf dem Kompost gelandet wären und schmeckt deshalb gleich doppelt so gut.


Gute Lichtverhältnisse sind für nachwachsendes Gemüse wichtig

Um passionierter Heimgärtner zu werden, brauchst Du dabei gar nicht viel. Eine sonnige, freie Fensterbank lässt sich in so gut wie jeder Wohnung einrichten. Am besten eignen sich Fenster mit West- oder Ostausrichtung, da dort die Sonne nicht zu stark und nicht zu schwach scheint.

Außerdem brauchst Du für den ersten Schritt einige Gläser, z.B. alte Marmeladen- oder Gurkengläser, frisches Wasser und natürlich Gemüsereste. Für den zweiten Schritt benötigst Du Töpfe (am besten eignen sich Tontöpfe mit Untersetzer) und Gemüse- oder Blumenerde.

Folgende Gemüsesorten eignen sich besonders gut zum Nachwachsen lassen

  • Porree
  • Lauch
  • Staudensellerie
  • Chinakohl
  • Karotten
  • Knollensellerie
  • Blattsalate

Allgemeine Tipps zur Herstellung von nachwachsenden Gemüseresten


Wichtig ist, dass Dein Gemüse noch kraftvoll sein sollte, also nicht allzu welk. Außerdem solltest Du ein möglichst sauberes und scharfes Messer beim Abschneiden verwenden, damit die Schnittkante nicht schimmelt.

Zuletzt dürfen die Abschnitte des von Dir zum Nachwachsen gewählten Gemüserests nicht zu klein sein, damit die Pflanze genug Kraft hat, um neu auszutreiben. Dann kann so gut wie nicht mehr viel schief gehen.


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So lässt Du Lauch- und Kohlgewächse nachwachsen

Bei Lauchgemüse lässt Du die Wurzeln stehen und schneidest es etwa daumengroß über den Wurzeln ab. Dann stellst Du es in ein gut gefülltes Wasserglas, sodass die Wurzeln und ein Stück des Ansatzes im Wasser stehen. Die Pflanze beginnt bereits binnen eines Tages wieder von innen heraus auszutreiben. Achte darauf, jeden Tag das Wasser zu wechseln.

Nach ca. einer Woche kannst Du die Lauchzwiebeln oder den Porree in einen Topf mit Erde setzen. Nach 2 bis 3 Wochen kannst Du dann das nachgewachsene Blattgrün ernten.


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So lässt Du Wurzelgemüse nachwachsen

Bei Wurzelgemüse wie Karotten oder Wurzelpetersilie machst Du es genau andersherum, wie bei den Lauchgewächsen. Schneide die Pflanze ungefähr daumendick unter dem Blattansatz ab. Der Blattansatz muss möglichst unverletzt bleiben, um neu austreiben zu können. Lege die Wurzelstücke in ein flaches Wassergefäß, sodass der Blattansatz rausschaut. Wechsle täglich das Wasser.

Nach ca. 2 Wochen bilden sich feine Haarwurzeln, dann ist das Wurzelgemüse bereit, in die Erde gepflanzt zu werden. Nach ca. 4 Wochen kannst Du das Blattgrün ernten und für Suppen oder Eintöpfe verwenden. Die Wurzel wächst nicht nach.


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So lässt Du Salate nachwachsen

Salate wachsen aus dem Herzen heraus nach. Um genug Kraft zum Nachwachsen zu erhalten, pflücke nur die äußeren Salatblätter ab und lass das Herz großzügig stehen. Stelle es in ein mit frischem Wasser gefülltes Gefäß und achte darauf, dass die Blätter nicht im Wasser stehen, da sie sonst schnell zu schimmeln beginnen. Wechsle täglich das Wasser.

Binnen zwei Wochen entwickeln sich zarte neue Salatblätter, die Du rasch verbrauchen solltest. Salate brauchst Du übrigens nicht unbedingt in Erde umtopfen.


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Zusatztipp: Avocado nachziehen

Aus einem Avocadokern lässt sich zwar keine neue Avocado, dafür eine ansehnliche und nachhaltig erzeugte Zimmerpflanze ziehen. Entferne dafür den Kern aus Deiner Avocado, wasche ihn gründlich ab und lass ihn trocknen. Bohre dann drei Zahnstocher als Halterungen mittig in den Kern. Hänge dann den Avocadokern mit der spitzen Seite nach oben so in ein Glasgefäß mit Wasser, dass das untere Ende der Avocado im Wasser liegt.

Nach drei bis zehn Wochen hat der Kern einige lange Wurzeln ausgebildet und kann in einen Topf mit Blumenerde gepflanzt werden. In den folgenden Wochen deckst Du die Pflanze am besten mit einem Glas oder Folie ab, damit er eine möglichst hohe Luftfeuchtigkeit erhält. Gieße ihn regelmäßig und halte ihn an einem hellen Standort bei ca. 20°C. So erhältst Du Deinen eigenen (kostenlosen) Avocadobaum.

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Bis bald auf pielers.de!

Deine Lea vom PIELERS Team


von Lea Zerbst
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