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07.11.2019

Lebensmittelverschwendung - Was Du dagegen tun kannst

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Lebensmittelverschwendung - Die Gründe

Warum werden eigentlich so viele Lebensmittel weggeschmissen? Die Hauptursachen der Lebensmittelverschwendung liegen bei der Überproduktion, der Haltbarkeit und dem Kaufverhalten.

Das Problem der Überproduktion betrifft Dich als Verbraucher eher weniger. Verantwortlich sind meist Großkonzerne, die schlicht und ergreifend zu große Mengen herstellen. Mengen an Waren, die der Verbraucher einfach nicht konsumieren kann. Das beste Beispiel für die Überproduktion von Lebensmitteln findet man, wenn man sich die Zahlen von großen Backwarenfirmen anschaut. Manche Bäcker müssen unglaubliche 20 % ihrer produzierten Waren Retoure schicken oder vernichten. Wenn die Waren Retoure gehen, dann werden sie zu Tierfutter oder Semmelmehl verarbeitet oder landen in der Bio-Gasanlage. Durch die Überproduktion kommt es zu jährlichen Verlusten von bis zu 1,7 Millionen Tonnen. Für diese unvorstellbare Menge wird Ackerland von der Größe Mallorcas benötigt.

Doch was kannst Du als Verbraucher dagegen unternehmen?

Indem Du kleinere Bäckereien besuchst, die in Deinem regionalen Umfeld bestimmt zu finden sind, kannst Du Deinen Teil zu weniger Verschwendung beitragen. Denn der Retoure-Anteil der kleineren Betriebe liegt im Schnitt bei lediglich einem Prozent. Ähnlich verhält es sich natürlich auch in anderen Bereichen der Lebensmittelindustrie. Mit Deinem Einkauf auf dem Wochenmarkt oder direkt im Hofladen vermeidest Du die Unterstützung von Lebensmittelverschwendung, wie sie in den meisten Supermärkten erfolgt.

Lebensmittelverschwendung - Die Folgen

Wieso ist das Verschwenden von Lebensmitteln eigentlich so schlimm? Klar, jeder weiß eigentlich, dass es nicht gut sein kann, Dinge einfach wegzuschmeißen. Letztendlich hat man ja auch dafür bezahlt, womit mit der Verschwendung auch ein finanzieller Verlust einhergeht. Doch welche Folgen hat die Lebensmittelverschwendung eigentlich für unser Ökosystem?

Für jedes Lebensmittel, das Du kaufst, werden Energie und Ressourcen benötigt. Sobald Du also etwas wegschmeißt, war dieser Aufwand salopp gesagt für die Katz. Ein Beispiel: Für ein Kilo Brot werden ca. 1.600 Liter Wasser benötigt. Erinnern wir uns an die Überproduktion der Backwarenindustrie. Dort kommt es zu jährlichen Verlusten von 1,7 Millionen Tonnen. Das heißt, allein in diesem Bereich der Lebensmittelindustrie werden 2,72 Milliarden Tonnen Wasser verschwendet. Hinzu kommen 2,46 Millionen Tonnen Treibhausgase, die durch Anbau, Transport und Herstellung anfallen. Insgesamt rangiert Deutschland mit 48 Millionen Tonnen Treibhausgasen durch Verschwendung auf Rang drei weltweit. Nur China und die USA erzeugen mehr umweltschädliche Gase.

Da diese Gase, wie wir alle wissen, drastische Auswirkungen auf die Erderwärmung und den Klimawandeln haben, begünstigt Verschwendung also den Verfall unseres Ökosystems. Und bevor Du Dich aus der Gleichung nimmst, solltest Du wissen, dass 40 % der verschwendeten Lebensmittel auf die Verbraucher selbst zurückzuführen sind. Aus diesem Grund möchten wir Dir zeigen, wie Du Lebensmittelverschwendung vermeiden kannst und welche Tricks Dir dabei helfen.

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Vermeidung von Lebensmittelverschwendung

Was kannst Du persönlich gegen die Folgen der Lebensmittelverschwendung tun?

Zunächst mag es einem kleinlich vorkommen, dass man einen Anteil an der Umweltbelastung haben soll, nur weil man ab und zu mal eine Packung Wurst, einen Laib Brot oder eine Tüte Milch wegschmeißt. Doch natürlich summiert sich die Verschwendung über das Jahr hinweg. Multipliziert man dann noch jeden einzelnen Einwohner Deutschlands dazu, wird schnell klar, weshalb ein jeder seinen Anteil an den Folgen trägt. Schon mit kleinen Änderungen an Deiner Alltagsroutine kannst Du Deinen Teil für ein gesünderes Ökosystem leisten.


MHD

Ein ganz zentrales Thema bei der Bekämpfung von Lebensmittelverschwendung ist das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD). Die meisten Leute sind einfach nicht ausreichend darüber informiert, was es mit dieser Angabe wirklich auf sich hat. Denn nur weil das Datum überschritten ist, bedeutet es nicht, dass das Lebensmittel weggeschmissen werden muss, nicht mehr genießbar oder sogar gesundheitsschädlich ist. Das MHD gibt lediglich darüber Auskunft, bis zu welchem Zeitpunkt eine Ware ihre kennzeichnenden Merkmale wie Konsistenz oder Farbe garantiert behält. Ob das Lebensmittel noch essbar ist, hat mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum nichts zu tun. Anders verhält es sich beim sogenannten Verfallsdatum, welches oft auf tierischen Produkten wie Fleisch und Fisch zu finden ist. Diese Angabe sollte definitiv beachtet werden, da es sich bei diesen Waren um leicht verderbliche Lebensmittel handelt.

Ansonsten gilt: Augen und Nase auf. Schau Dir Deine Lebensmittel genau an, überprüfe ob sich irgendwo Schimmel bildet oder das Produkt schlecht riecht. Gibt es keine Anzeichen dafür, dass etwas verdorben ist, kannst Du es in der Regel guten Gewissens essen. Nudeln beispielsweise sind noch viele Jahre nach Ablauf des MHDs ohne Bedenken verzehrbar. Selbst Joghurt hält sich verschlossen oft noch 2 Monate länger als oft angegeben. Du solltest Dir also stets ein eigenes Bild von der Verfassung Deiner Lebensmittel machen, bevor Du etwas in die Tonne wirfst.


Einkaufszettel schreiben

Indem Du Dir vor Deinem Einkauf Gedanken machst, was genau Du in nächster Zeit an Lebensmitteln benötigst und schaust, was Du eigentlich schon zu Hause hast, verhinderst Du, dass unnötige Produkte in Deinem Einkaufswagen landen. Hinzukommt, dass Du, wenn Du Dich an Deinen Zettel hältst, auch nicht mehr so leicht von Angeboten verführt wirst. Vor allem wenn man mit leerem Magen einkaufen geht, neigt man dazu, bei interessanten Angeboten zuzuschlagen, nur um später festzustellen, dass man unmöglich alles essen kann, was zuvor im Wagen gelandet ist. Ist dann auch noch der Gefrierschrank voll, ist Verschwendung vorprogrammiert.

 

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Nicht so wählerisch sein

Eine Banane hat krumm und gelb zu sein, eine Gurke muss gerade und gleichmäßig dick sein und luftgetrocknete Salami darf nicht zu schrumpelig sein und schon gar keine weißen Pünktchen aufweisen. So oder so ähnlich stellen sich viele Verbraucher die Kriterien von guten Lebensmitteln vor. Fakt ist, eine Banane ist auch gesund und lecker, wenn sie gerade ist und ein paar braune Flecken hat, eine Gurke schmeckt genauso gut, wenn sie kreisrund ist und weiße Pünktchen auf der luftgetrockneten Salami sind sogar ein Zeichen von Qualität.

Unser Tipp: Genauso wie man Menschen nicht nach ihrem Äußeren beurteilen soll, sollte man sich nicht von der Optik von Lebensmitteln beeinflussen lassen. Nimm bei Deinem nächsten Einkauf doch einfach mal die „missgebildete“ Paprika mit, denn wenn Du es nicht tust, tut es keiner und so landet sie schlussendlich doch wieder im Müllcontainer.


Richtige Lagerung von Lebensmitteln

Wenn Du Deine Lebensmittel falsch lagerst, verderben sie schneller und Du hast weniger Zeit, sie rechtzeitig zu essen. Um dem Prozess des Verderbens zuvor zu kommen, solltest Du auf die richtige Lagerung achten.

  • Kartoffeln & Zwiebeln mögen es dunkel und kühl, sie vertragen keine Feuchtigkeit.
  • Eier müssen spätestens 12 Tage nach dem Legen in den Kühlschrank, da sie sich dort länger halten.
  • Brot gehört nicht in den Kühlschrank.
  • Auch bestimmte Obst- und Gemüsesorten verderben schneller, wenn sie im Kühlschrank gelagert werden. Darunter: Bananen, Tomaten & Gurken.


Resteverwertung

Eine weitere Möglichkeit Verschwendung entgegenzuwirken, ist die Resteverwertung. Was unsere Großeltern noch für selbstverständlich hielten, ist in unseren Zeiten zusehends in Vergessenheit geraten. Es gibt zahlreiche Wege, um Essensreste zu verwerten und aus ihnen am nächsten Tag ein leckeres Gericht zu zaubern. Ein bekannter Klassiker ist der schon im 14. Jahrhundert bekannte „Arme Ritter“. Übrig gebliebene Brötchen oder Weißbrotscheiben werden mit Milch, Eiern, Zucker und Vanille zu einem süßen Dessert verarbeitet. Doch auch neben solch bekannten Gerichten gibt es zahlreiche Möglichkeiten zur Resteverwertung. Anbei stellen wir Dir ein paar Rezepte für leckere Resteessen vor.


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Resteessen Rezepte

Resteessen: Senfeier

Essenreste: Kartoffeln, Eier, angebrochenes Senfglas/Senftube

Zutaten für 4 Personen:

  • 8 Stück Eier
  • 30 g Margarine
  • 25 g Mehl
  • 250 ml gekörnte Gemüsebrühe
  • 2 EL Senf
  • Salz & Pfeffer
  • 1 Prise Zucker
  • Kartoffeln als Beilage

Zubereitung:

  1. Koche die Eier, weich oder hart, ganz nach deinen Wünschen. Bereite die Gemüsebrühe nach Vorschrift zu und stelle sie griffbereit neben den Herd.
  2. In einem Topf erhitze die Margarine, bis sie geschmolzen ist. Bei mäßiger Temperatur gibst du unter Rühren das Mehl dazu. Lass es etwas auf dem Herd und gib dem Mehl Zeit zum Aufquellen. Nun gieße etwas Brühe dazu, quellen lassen, nach und nach Brühe zugießen und ständig mit einem Schneebesen durchschlagen. Achte darauf, dass keine Klumpen entstehen. Würze mit Salz, Pfeffer und eine Prise Zucker.
  3. Nun muss die Soße etwa 5 Minuten leicht köcheln. Abschmecken und eventuell nachwürzen. Nimm die Soße vom Herd und gib den Senf dazu. Die Senfsoße darf jetzt nicht mehr kochen, damit sie die Schärfe nicht verliert.
  4. Inzwischen sind die Eier gekocht. Schrecke sie unter kaltem Wasser kurz ab, entferne die Schale und gib sie in die fertige Senfsoße
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Resteessen: Semmelknödel

Essensreste: Milch, Eier, Zwiebel & Brötchen

Zutaten für 2 Portionen

  • 250 g Brötchen, vom Vortag, ca. 4 Stück
  • 1 Zwiebel
  • 5 Stiele Petersilie
  • 5 El Butter
  • 150 ml Milch
  • 2 Eier, Kl. M
  • Salz
  • Pfeffer
  • 50 g Parmesan

Zubereitung:

  1. Brötchen in dünne Scheiben schneiden und in eine große Schüssel geben. Zwiebel fein würfeln, Petersilienblättchen hacken.
  2. 1 El Butter in einer kleinen Pfanne zerlassen. Zwiebeln darin glasig dünsten. Petersilie zugeben und kurz mitdünsten. Milch zugießen und lauwarm erhitzen. Alles über die Brötchenscheiben gießen. Eier zugeben und alles locker mischen. 10 Min. ziehen lassen. Einen Topf voll Wasser zum Kochen bringen.
  3. Brötchenmischung mit Salz und Pfeffer würzen, dann am besten mit den Händen zu einer gleichmäßigen Masse vermengen. Dabei alles so locker wie möglich mischen und nicht festdrücken.
  4. Kochendes Wasser salzen. Brötchenmischung mit feuchten Händen zu 4 gleich großen Knödeln formen. In das Salzwasser geben und bei milder Hitze 20 Min. gar ziehen lassen.
  5. Inzwischen den Parmesan reiben.
  6. 4 El Butter in einer Pfanne zerlassen und leicht bräunen. Knödel aus dem Wasser heben, abtropfen lassen und auf Teller geben. Mit der Butter übergießen und mit Parmesan bestreut servieren. Dazu passt grüner Salat.
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Resteessen: Wurstsalat

Essensreste: Wurst, Käse, Gewürzgurken, Reis oder Nudeln

Zutaten

  • Fleischwurst
  • etwas gekochter Reis oder Nudeln
  • 1 Apfel
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Stück Butterkäse (oder Edamer, Gouda)
  • 2 Gewürzgurken
  • einige Radieschen
  • einige Kirschtomaten
  • ein wenig Krautsalat

Für das Dressing: Öl, Senf, Petersilie, Salz & Pfeffer, etwas Balsamico & Gurkenwasser

Zubereitung:

  1. Obst und Gemüse in möglichst kleine Scheiben/Würfel/Ringe schneiden.
  2. Die Petersilie für das Dressing fein hacken
  3. Käse würfeln oder in schmale Streifen schneiden
  4. Reis und eventuelle Fertigsalatreste (Weißkohlsalat, Möhrensalat, Bauernsalat, Fleischsalat...) hinzugeben
  5. Die Marinade über die verarbeiteten Zutaten geben und unterheben.
  6. Der Salat sollte mindestens eine Stunde durchziehen, bevor er zimmerwarm serviert wird.





Übrigens: Wenn Du mehrere Zutaten zu Hause hast, mit denen Du einzeln nichts anstellen kannst, dann bietet Dir die Seite Restegourmet die Chance, passende Rezepte zu finden.

Am Schluss noch einmal Werbung in eigener Sache: Bei PIELERS kaufst Du Deine Lebensmittel direkt vom Erzeuger. Erzeuger, die fernab von Massentierhaltung und Überproduktion arbeiten und bei denen so wenig Ressourcen verschwendet werden, wie nur möglich. Mit Deinem Einkauf auf pielers.de tust Du also automatisch etwas gegen die Lebensmittelverschwendung.

von Simon Schäfer
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