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Amerikanische Cookies & Kuchen

Die American Bakery am Deich

Ganz nach dem Motto: "A cookie a day keeps the doctor away“ werden bei Brownies & Cookies handgemachte süße Köstlichkeiten hergestellt. Überzeugen können Michaela und John neben original American Cookies auch mit Cheesecakes, Apple Pie, ... Lest hier wie die beiden ihr Geschäft aufgezogen haben und was ihnen wichtig ist.

American Cheesecake, Brownies & Cookies

Michaela und John Reinhardt betreiben eine American Bakery im hohen Norden von Deutschland. Gebacken wird fast jeden Tag in Wremen an der Wurster Nordseeküste. Das Sortiment reicht von klassischen amerikanischen Keksen (Cookies) über Brownies, Cupcakes, Cake Pops, Cheesecakes bis hin zu einigen anderen Kuchensorten. Verkauft wird hauptsächlich in ihrem eigenen Laden in der Bremerhavener Innenstadt, sowie auf dem Wochenmarkt.

Rezeptideen aus New York

Ideen für neue Sorten bekommen die beiden von überall. Einfach testen und probieren ist hier die Devise. Außerdem besitzen die beiden einen guten Draht nach New York zu Tina, einer original amerikanischen Bäckerin. Mit ihr kann sich Michaela hervorragend über bspw. angesagte Geschmackskombinationen, wie Karamell und Meersalz austauschen. Die Grundrezepte stammen jedoch aus Johns Familie. Sie vermitteln, wie gute amerikanische Backkunst in Johns alter Heimat, zwei Stunden südlich von New York, gelebt wird. Auch Johns Vater backt leidenschaftlich gerne für die Familie und gab sein Brownie Rezept an Michaela und John weiter. So kauft man bei Brownies & Cookies nicht nur ein kleines Stück Gebäck, sondern man bekommt ein großes Stück amerikanische Lebensfreude dazu. Grund genug uns mit Michaela und John über Ihre Anfänge und ihren Hang zu Lebensmitteln zu unterhalten.

Süße Mittagspause

Während unseres Gesprächs kommen immer wieder Kunden reingeströmt, die sich ihre Mittagspause versüßen möchten oder sich einen kleinen Gute-Laune-Macher für den späteren Nachmittag mitnehmen. Manch‘ ein Chef aus der Umgebung denkt auch an seine Mitarbeiter, wie eine junge Frau zu berichten weiß. Sie eilt in den liebevoll dekorierten Laden mit den Worten: „Der Chef gibt einen aus!“ und knallt gleichzeitig einen Schein auf die Theke verbunden mit der Frage, was bekomme ich alles dafür? Schnell ist klar, Cheesecakes dürfen auf keinen Fall im süßen Paket für die Kollegen fehlen. Bei der restlichen Zusammenstellung vertraut die Kundin, die anscheinend nicht zum ersten Mal in der Preßburger Straße 2 vorbeischaut, auf Johns guten Geschmack.

Just do it! Interview mit John Reinhardt


Wie ist die Idee für BROWNIES & COOKIES entstanden? Oder besser gesagt wie hat alles angefangen? Habt ihr auf dem Wochenmarkt gestartet oder wie war es, euer Geschäft zu eröffnen?

John: Der Start war eigentlich schon in unserem früheren Geschäftsleben. Da sind wir mit allen Mitarbeitern zusammengekommen, Michaela und ich und dann haben wir Brownies gebacken als Werbegeschenke. Wobei die ersten Brownies hat mein Vater gebacken, der ist eine echte Korriphäe auf diesem Gebiet. Nachhdem die Brownies gebacken und geschnitten waren, haben wir immer noch einen Grasshopper dazu getrunken. Ein schönes Weihnachtsgetränk finde ich, mit Pfefferminze, aufgeschlagener Sahne und Crushed Ice. So haben wir dann mit der ganzen Mannschaft zusammengesessen und kleine Pakete mit Brownies als Werbegeschenke verpackt und an unsere Kunden verschickt. Das haben wir von 2000 bis 2011 so gemacht und es wurde jedes Jahr mehr. Irgendwann kam dann mal die Frage auf: What do you really wanna do when you grow up? - Brownies und Cookies! Offiziell gegründet haben wir das Unternehmen dann im November 2011. Im Frühjahr 2012 haben wir uns gesagt, wenn wir das jetzt wirklich machen wollen, dann testen wir das auf dem härtesten Markt, nämlich dem Wochenmarkt. If you can make it in Bremerhaven, you can make it everywhere. Funktioniert das Ganze auf dem Wochenmarkt, kann man schon sagen, man hat was geschafft. Im April 2012 sind wir dann mit Zelt, Klapptisch und selbstgenähter Plane nach Geestemünde auf den Wochenmarkt. Das waren so die ersten Schritte. Onlineversand und dann Wochenmarkt. Den Wochenmarkt wollen wir auch nicht missen. Da zu stehen und unser Gebäck zu verkaufen, ist das Schönste für uns. Das ist im eigentlichen Sinne keine Arbeit mehr für uns. Es sind viele Arbeitsschritte und Details zu erledigen, um einen Peanut-Butter Cookie mit Kiss oder einen Kokos Cupcake fertig zu stellen, aber wenn diese dann fertig sind und wir auf dem Wochenmarkt mit unseren Cookies und Brownies stehen, das ist angenehm. Michaela macht sich dann sehr gerne einen doppelten Cappuccino und ich nehme auch einen vorweg. Dann überlegen wir schon immer - was frühstücken wir jetzt mal. Wir haben unsere Bagels mit, nehm‘ ich jetzt einen mit Creme Cheese, einen mit Lachs oder gehe ich nach nebenan zum Stand und hol‘ mir was von dem tollen Serrano Schinken. Das machen wir alles bevor es richtig losgeht auf dem Wochenmarkt. Der Wochenmarkt ist wie eine Art Belohnung. Klar ist es auch Arbeit, aber es macht am meisten Spaß. Nach dem Markt ist halt irgendwie auch vor dem Markt. Wir sind häufig auch sonntags unterwegs und der Wagen muss immer gepackt und aufgeräumt werden, wobei unsere Familie uns dabei auch tatkräftig unterstützt. Unsere zwei Jungs verdienen sich so ihr Taschengeld.

Wofür steht BROWNIES & COOKIES? Was ist Dir bzw. Euch ein besonderes Anliegen?

John: Wir lieben diese amerikanische Bakery, also diese Art von Gebäck. Das genießen wir sehr. Wir haben schon immer Brownies und Coookies genosssen mit der Familie und das möchten wir uns auch bewahren. Man kennt auch diese ganzen großen Ketten, bei denen in riesigen Systembäckerein produziert wird oder bei denen Gebäck um die halbe Welt transportiert wird. Das sind wir ja nicht. Wir wissen wie wir unser amerikanisches Gebäck mögen und das war uns wichtig zu zeigen. Es ist nicht nur bunt. Es ist nicht nur komplett süß. Die amerikanische Backkultur ist ohne jede Frage von der europäischen beeinflusst, aber es kommen auch ganz viel Kreativität und Besonderheiten aus den Staaten. Es gibt viele gute Sachen aus Amerika und das wollten Michaela und ich zeigen. So leben wir, so machen wir das und wir wollten dieses Besondere auch hier anbieten. Auch in Amerika gibt es nicht nur Ketten, sondern richtiges Homemade. Auch dort machen sich Menschen Gedanken. Es gibt schon Restaurants in denen mit Insekten gekocht wird. Natürlich mit der Frage, wie kann man zukünftig alle ernähren. Es gibt viele tolle Sachen in Amerika, das durfte ich miterleben und mitgenießen. Michaela war auch schon oft mit drüben und wir haben uns alles angeschaut und gelebt und einen kleinen Teil vom Besonderen haben wir mit nach Deutschland gebracht.

Du und Michaela, kommt ihr ursprünglich aus der Lebensmittelbranche? Was habt ihr vor Brownies & Cookies gemacht und wie war der Einstieg in die Lebensmittelbranche?

John: Wir hatten schon immer eine Affinität zu Lebensmitteln. Mein erster Job war im internationalen Marketing - Produktplatzierung bei der Collin Street Bakery, einer alteingesessenen Bäckerei aus Corsicana Texas. Dort habe ich Kuchen von Amerika nach Europa bringen lassen und anschließend verteilt. Das würde man nie vermuten, aber die machen einen der besten Fruit Cakes. Die habe ich betreut und ganzheitlich die Vermarktung übernommen. Ich hatte also schon immer irgendwie was mit Lebensmitteln zu tun. Das ist ein Teil von mir.

In Deutschland ist es nicht immer leicht mit Lebensmitteln, aber ich sag einfach, just do it - maybe there is a law against it tomorrow. Das ist eins meiner Mottos. Es ist nicht Ohne in Deutschland und es gibt Vieles zu bedenken aber man kann nicht alles im Vorhinein bis ins kleinste Detail planen, dann startet man gar nicht erst. Es gehört auch einfach mehr dazu als nur auf einen Trend zu setzen. Es ist viel Arbeit und wenig Schlaf und am Anfang durchhalten und nochmal durchziehen, um es zu schaffen. Das kann nicht jeder. Hinzukommt dann noch der ganze Papierkram. Ich werde nie vergessen, wie ich draußen in der Pressburger Straße an unserem Laden morgens immer die amerikanische Flagge aufgehängt habe. Da habe ich stumpf von zu Hause meine Leiter mitgenommen. Morgens an der Leiter hochgeklettert und schon die ersten Passanten begrüßt. Zufällig war einer von der Berufsgenossenschaft dabei, der hat mich dann erstmal runterzitiert und gesagt, mit dieser Leiter geht das gar nicht. Um die Fahne auch weiterhin wehen zu lassen, hätte ich in eine spezielle Leiter investieren müssen. Jetzt hängt keine Fahne mehr draußen. Ich hatte auch früher nebenbei ein mexikanisches Restaurant. Dort haben wir schon Cheesecakes gebacken. Generell waren Lebensmittel immer ein Teil von uns.

Hast du noch einen besonderen Bezug zu deiner "alten Heimat", John? Lasst ihr euch dort inspirieren, wenn ihr mal wieder drüben seid?

John: Von Amerika bin ich immer inspiriert. Sobald, ich aus dem Flugzeug steige habe ich sofort dieses Gefühl - In den USA kannst du alles schaffen! Auch heute noch. Wir haben auch eine Bekannte in Greenwich Village in New York, Tina. Sie hat dort eine kleine Bakery und sie hat diesen besonderen amerikanischen Weg gegangen Wir haben ja nicht die klassische Lehre zum Bäckermeister gemacht. Sie hat auch wie wir vorher woanders gearbeitet, ist dann ins American Culinary Institut, eine renommierte Kochschule in New York, und hat dort Kurse besucht. Anschließend hat sie noch eine Wanderschaft durch Europa gemacht. Jetzt hat sie ihre Backstube in New York, wo Michaela auch schon zu Besuch war und dort gebacken hat. Typisch amerikanisch meinte Tina nach unserem letzten Besuch, kommt nach Amerika, lasst uns hier gemeinsam eine Bakery aufziehen. Aber wir sind deutsch und leben auch gerne hier. Trotzdem bekommt man dort viel mit was gut geht und an welche Geschmackskombinationen die sich dort wagen. Karamell und Meersalz ist dieses Jahr das große Ding, was wir auch mitgebracht haben. Michaela bekommt aber von überall Inspiration. Oder man sieht nur eine Zutat, ein Cover einer Zeitschrift und schon ist man wieder voll dabei. Man muss auch Sachen einfach mal ausprobeiern und testen. Zum Beispiel Weihnachten, in Deutschland sind die Süßigkeiten zu Weihnachten sehr marzipanlastig. So einen richtigen Marzipan Cookie gibt es aber nicht. Marzipan ist auch ein typisch deutsches Ding. Also haben wir einfach einen gemacht und wir dachten nur zu Weihnachten. Mittlerweile ist es jetzt schon das dritte Jahr, in dem wir durchgängig diesen Marzipan Cookie anbieten - auch im Sommer. Aber was ist schon klassisch amerikanisch? Klar, da gibt es Donuts von A bis Z, bestimmte Kuchen und Eclairs, die cremigen Sachen, mit Zimt z.B. Cinnamon Rolls, Apfeltaschen ist alles schon amerikalastig aber auch europalastig und von einzelnen Ländern wie Schweden und Deutschland beeinflusst. In Tiburon, über San Francisco, wo ich früher gearbeitet habe, gab es The Sweden House Bakery. Dort wurde sehr feines schwedisches Gebäck verkauft, welches mit der Zeit mehr amerikalastig wurde. Damit meine ich viel mit Creme, Dips und viel mehr Zucker. Was wir für unseren Laden aus den USA mitgenommen haben, ist, wie ich früher in den Staaten aufgewachsen bin. Die einfachen Sachen, wie bspw. die Cupcakes, Apple Pies, Coffee Cakes, Cheesecakes usw. Wobei wir bei den Cheesecakes, die wir bei uns anbieten noch an der Oberfläche kratzen. Wir backen helle, klassische Cheesecakes. In den USA gibt es unterschiedlichste Versionen, wie zitronenlastig ist er, wie dick ist die Crust, macht man die Crust aus Mürbeteig, macht man die Crust so dünn, dass man sie kaum merkt. Wir haben uns für diese Version entschieden, weil in unserer Familie Cheesecakes so aussahen.


Wie macht ihr das, wenn ihr neue Produkte ausprobieren wollt? Wird dann einfach gebacken und anschließend der Familienrat zusammengerufen?​​​​​​

John: Ja, wir haben unser Siegel "Friends & Family Tested". Da kommt erstmal der engste Familienkreis zusamm​en. Also wenn Michaela was Neues backt dann probieren ich und unsere beiden Jungs zuerst. Von da aus geht es einmal über die Straße zu meinen Eltern und anschließend zu Michaelas Eltern. Danach bringen wir es zu Bekannten mit. Viele Ideen reifen auch monatelang in Michaelas Kopf. Es ist ja auch nicht einfach nur mal eine schnelle Idee, sondern alles geht durch unsere Hände, muss geknetet und verarbeitet werden.

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