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Alles Müll!? Warum Discounter Bio Obst- und Gemüsesorten in Plastik verpacken

Eingeschweißt in Folie. Abgepackt in Plastik. Oder wohl gebettet in einer Styroporverpackung. Wer im Discounter kauft, stößt oft auf etwas Paradoxes: Biologisch erzeugtes Obst oder Gemüse, gewickelt, gerollt, geklebt in Kunststoff. Gehen eine biologische Ernährungsweise und der Verzicht auf unnötigen Plastikmüll nicht Hand in Hand?

Herkömmliche Supermärkte trotzen vor Vielfalt. Sowohl was Sorten, Marken und Geschmäcker angeht – aber ebenso in Sachen Bio und Nicht-Bio. Kekse, Nüsse oder Nudelwaren sind oft ähnlich verpackt. Doch warum ist der konventionelle Apfel, gut geschützt durch seine eigene Schale, lose in den Regalen zu finden und der Bio-Apfel kuschelt mit drei weiteren Kernobstgewächsen in seiner Styropor-Schale? Laut Verbraucherschutzzentrale muss biologisches Obst- und Gemüse vor einer möglichen „Kontamination“ durch Pestizide konventioneller Lebensmittel geschützt werden. Da diese in der Landwirtschaft oft gespritzt und mit Schadstoffen behandelt werden, könnten die Stoffe in Berührung mit ihren Bio-Nachbarn in der Theke gelangen. Es klingt absurd – und zeitgleich ist es auch nicht fair, etwas tiefer in den Geldbeutel zu greifen und dann, potentiell, die gleichen Pestizide zu verspeisen, die auch die Nicht-Bio-Gurke auf den Teller gebracht hätte. 

Ein weiterer Grund ist, dass die Bio-Ware ganz klar gekennzeichnet und erkennbar sein muss, damit bei der Anlieferung, dem Aufbau und dem Einkauf keine Verwechslungsgefahr entsteht und ein*e Kund*in nicht „ausversehen“ ein Nicht-Bio-Lebensmittel kauft. Da das Bio-Angebot in herkömmlichen Supermärkten in der Regel kleiner ist, ist die Wahl der Plastikverpackung auf sie gefallen, da der durchschnittlich aufkommende Müll dadurch geringer ist. Außerdem sollen sich Birne, Pfirsich & Co., gut plastikverpackt, auch noch länger halten.

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Tschüss, Plastikverpackung!

Den frischen Duft der Tomate riechen. Die weiche Schale einer Nektarine berühren – das alles geht nicht, wenn die vitaminreichen Lebensmittel in Folie erstickt werden. Zudem ist es uns auch nicht mehr möglich, nach der Haltbarkeit zu schauen und die Qualität der Produkte zu bewerten. Zu differenzieren ist auch zwischen Obst- und Gemüse, das mit Schale gegessen wird und jenes, dessen Schale wir nicht verspeisen. Bei Letzterem sind beispielsweise auch Aufkleber oder, ganz neu, das „Natural Branding“ eine Alternative: Hier wird das Etikett und das Bio-Siegel in die Schale gelasert, quasi wie ein kleines Tattoo.

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Eine gute Alternative, um den Verpackungs-Plastikwahn gekonnt aus dem Weg zu gehen, ist direkt in Bio-Supermärkten einzukaufen, da Obst und Gemüse nicht vor anderen, kontaminierten Lebensmittel geschützt werden müssen und die Deklaration klar ist, da es an der Kasse keine Verwechslungsgefahr zwischen Bio und Nicht-Bio gibt. Doch auch im Bio-Supermarkt werden für die massenhafte Anlieferung oft mehr Verpackung verwendet, als eigentlich gebraucht werden würden. Die beste Lösung ist es, regional auf dem Markt oder direkt bei den Erzeugern einzukaufen. Hier werden die Produkte auf Wunsch gar nicht eingepackt. Für Grünkohl, Mangold, Spinat oder frischen Salat ist eine Plastiktüte für die Aufbewahrung im Kühlschrank ratsam – allerdings kann diese immer wieder verwendet werden.

Schon gewusst?

Bei PIELERS achten wir auf umweltschonende und ökologische Verpackungsmaterialien.

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